Vorsitzender:
Roger Hillen
Obernackernstr. 8
32278 Kirchlengern
Telefon
(0 52 23) 1 83 59 54
    Startseite     Wir über uns     Aktuelles     Termine    Doberg     Museum Bünde     Journal     Forum     Links     Impressum
Kontakt
Themen im Überblick
Zeitgrabungen
Mit-Mach-Aktionen
Bünder
Seifenkisten-
Grand-Prix
"Gruß aus Bünde"
Ausstellung
Postkartenserie
als Gruß im Set
Wie geht es
weiter mit dem
Dobergmuseum?
Leserbriefe
Zum "Journal" ...
Zum "Forum" ...

Serie mit 8 Motiven erhältlich ...

... in Buchhandlungen und Geschäften

Der Förderverein Dobergmuseum hat, unterstützt durch die Sparkasse Herford als Sponsor, eine Serie von acht Postkarten mit Motiven aus der Zeit von ca. 1900 bis 1970 herausgegeben.

Sie ist im Museum, im Bünder Buchhandel, in den Geschäftsstellen der Bünder Zeitung und der Neuen Westfälischen, im Bürgerbüro der Stadt Bünde und weiteren Verkaufsstellen (zur Zeit in Bünde: Betten Salle, Carl Pollner & Sohn, Dekoladen Sperer, Holzspielwaren Sundermeier, Möbel Lange und Porzellanhaus Severin - in Kirchlengern: Blumenhaus fleur finesse) im Set für 4,50 € erhältlich. Mit dem Erlös wird die Arbeit des Dobergmuseums unterstützt.

... als willkommener Gruß im Set für 4,50 €

Auch die für den persönlichen Gruß gedachte Rückseite der Postkarte zeigt ein inzwischen längst vergessenes Gebäude der Bünder Innenstadt: das alte Postamt an der Kaiser-Wilhelm-Straße. Fast zu schaden, eine Briefmarke darauf zu kleben und das schöne Motiv damit zu verdecken.

... Erlös für das Dobergmuseum bestimmt

Mit dem Erlös des Postkartenverkaufs wird der Förderverein die Arbeit des Dobergmuseums unterstützen. Und da gibt es jede Menge zu tun! Allen Förderern schon jetzt ein herzliches Dankeschön!

... auch ein ideales, vielseitig einsetzbares "Mitbringsel"!

Der "Gruß aus Bünde" möchte Sammler ansprechen, ist aber auch ganz praktisch für den Eigenbedarf gedacht - für nette Grüße an Freunde und Bekannte irgendwo in Deutschland oder sonstwo. In hübscher Aufmachung verpackt eignet sich die Motivserie darüber hinaus zum idealen kleinen "Mitbringsel", das gleich beim Auspacken Erinnerungen aufleben lässt und für Gesprächsstoff sorgt: "Moment mal, war das da, wo heute ...? Ach, und nebenan gab es doch ..." Oder: "Du meine Güte, wie hat sich das verändert!" Und vielleicht sehnt man sich ein bisschen in die "gute alte Zeit" zurück.

Last not least: Auch per eMail lässt sich das Set anfordern, für 5,00 € (einschl. einer kleinen Pauschale für den Postversand). ... info@fv-dobergmuseum.de ...


„Ein Gruß aus Bünde“

Historische Postkarten im Striedieckschen Hof des Museums ausgestellt

Bericht der NW Bünde vom 14.6.2008 von Dieter Schnase (Text) und Patrick Menzel (Fotos)

Es war Stadtwerbung pur, was die Lithographen vor hundert Jahren auf Ansichtskarten verewigten. Bei den Gebäuden wurde schon mal was draufgesattelt, was es nicht gab und beim Grün etwas geschönt, weiß Dr. Johannes Großwinkelmann, Historiker und Mitarbeiter des Bünder Museums, wo ab Sonntag eine interessante Kartenausstellung zu sehen ist.

Rechts auf dem Foto ein seltenes Schätzchen: Diese rund 100 Jahre alte Mehrbildkarte zeigt vor einer Zigarrenfabrik einen Zeitungsjungen mit dem Bünder Tageblatt in der Hand, einem der Vorläufer der Neuen Westfälischen. Vorn rechts eines der kleinen Bilder mir Bünder Ansichten, die sich von Hand entblättern lassen.

Zusammen mit Museumsleiter Michael Strauß, Techniker Ulrich Franzrahe und Jörg Militzer von der Bünder Geschichtswerkstatt wurde die Ausstellung „Gruß aus Bünde“ zusammengestellt, die rund 300 Ansichten der Stadt vom Ende des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts zeigt. Und dass Bünde nicht nur heute schön ist, sondern früher sogar an einigen Stellen noch schöner war, kann der Betrachter im gerade restaurierten Striedieckschen Hof auch auf ganz nüchternen Fotos nachvollziehen.

Dem Thema kann man sich gleich in dreifacher Weise nähern. Wie Michael Strauß erläuterte, werde an einem Stehpult eine große Auswahl Original-Karten ausgestellt, darunter die ältesten aus den 1880/90er Jahren. Bei Variante 2 können sich Besucher Postkartenansichten auswählen und per Knopfdruck leuchtet auf einem überdimensionalen Stadtplan am Boden ein Lämpchen auf, das den genauen Standort zeigt. „Dazu gibt es an einer Wand ein aktuelles Luftbild der Stadt Bünde“, so der Museumsleiter.

Bei Variante 3 guckt der Besucher in die Röhre, genauer in ein „Kaiser-Panorama“, wie es nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hierzulande sehr beliebt war. Auf einem kleinen Monitor wechseln darin alte Ansichten der Stadt Bünde. „So konnten wir viele Karten unterbringen“, sagt Johannes Großwinkelmann. Alle Kulissen haben die Mitarbeiter des Museums wieder einmal selbst gebaut, gestern wurden noch letzte Feinarbeiten erledigt.

Bei der Ausstellung hat das Museum einerseits auf viele eigene Karten zurück greifen können, die bislang im Magazin schlummerten, weiter auf das Stadtarchiv sowie den Bünder Sammler Reinhard Schürmann. Als Berater wurde Jörg Militzer von der Geschichtswerkstatt hinzugeholt. „Wir konnten aus etwa 1.100 Karten auswählen.“ Darunter sind Ansichten der Stadt, die bislang noch kaum ein Bünder gesehen haben dürfte. Nicht nur Vorderansichten, auch einige beschriebene Rücksichten werden gezeigt – zu zum Teil mit Übersetzung. Weiter wird über die Geschichte der Karten informiert. Ergänzend zur um 11 Uhr beginnenden Ausstellung gibt es Sonntag um 11.30 Uhr und 15.30 Uhr Stadtführungen, die Jörg Militzer leiten wird. Auf seine Anregung hin hat der Förderverein des Dobergmuseums einen besonderen Gruß aus der Zigarrenstadt neu auflegen lassen – acht schöne alte Ansichtskarten aus Bünde, die im Museum ebenso wie in einigen Geschäften erhältlich sind. Die Bahnhofstraße ist darauf eben zu sehen wie der alte Kirchplatz und die Else. Michael Strauß will noch bis Sonntag ein Gästebuch gestalten, wo sich die Besucher/innen auf Karten eintragen können und auch Platz für Bilder ist.

Die Ausstellung ist bis zum 1. September – Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr – geöffnet.

(Neue Westfälische Bünder Tageblatt, Samstag 14. Juni 2008)


Postkarten-Reise in die Vergangenheit

Ausstellung im Museum Bünde zeigt historische Motive von 1889 bis 1980

Bericht der Bünder Zeitung vom 14.6.08 von Kathrin Weege (Text und Fotos)

Postkarten erzählen Geschichten - und das nicht nur, wenn sie beschrieben sind. 300 Stück sind im Museum Bünde ausgestellt. Von 1889 bis 1980 geben sie Einblicke in die Historie der Zigarrenstadt. Dabei liegen die Karten allerdings nicht einfach nur aus. Vergrößerte Exemplare sind verstärkt und drehbar so montiert, dass man Vor- und Rückseite betrachten kann. »Sie sind beschrieben. Die Besucher können die persönlichen Botschaften von einst lesen. Das ist allerdings auf Grund der Hand- und Sütterlinschrift nicht immer ganz leicht«, meint Historiker Dr. Johannes Großewinkelmann.

An einem Pult kann man verschiedene Karten anschauen und ein Knöpfchen daneben drücken. Auf einer überdimensionalen Landkarte leuchtet dann ein Licht auf. »Es zeigt die Stelle in Bünde, wo sich das Motiv auf der Karte befindet«, erläutert Museumsleiter Michael Strauß. An einem »Kaiserpanorama«, einer Box, in die man hineinschauen kann, können die Besucher zahlreiche Karten auf einem Mini-Bildschirm sehen. »Die Bilder wechseln ständig. Natürlich gibt es die Erklärung dazu, um was es sich bei dem Motiv handelt«, berichtet Strauß.

Auch Original-Karten sind ausgestellt. »Die älteren Karten sind Farblithografien, ab 1914 kamen dann langsam die Fotos. Eine ausklappbare Mehrbildkarte von 1912 zeigt unter anderem das Amtshaus und die Eschstraße. Mit einer Lupe können die Besucher die Bilder genau betrachten.

Eine großformatige Luftaufnahme der Zigarrenstadt wird sicher so manche Suche auslösen. »Die Bürger schauen gern nach speziellen Orten - beispielsweise nach der Straße, in der sie wohnen«, weiß Dr. Großewinkelmann.

Aus einem Fundus von etwa 1100 Karten sind nun etwa 300 Exemplare in der Ausstellung zu sehen. Sie stammen aus dem Magazin des Museums, aus dem Stadtarchiv, von der VHS-Geschichtswerkstatt und aus einer Privatsammlung von Reinhard Schürmann. Jörg Militzer, Leiter der VHS-Geschichtswerkstatt, hat die Karten »identifiziert« und sie den unterschiedlichen Orten in Bünde zugeordnet.

»Ich freue mich besonders, dass wir das Haus ab jetzt bei Wechselausstellungen nicht mehr schließen müssen«, sagt Michael Strauß. Zur neuen Ausstellung, die bis September im Museum zu sehen ist, gibt es auch Führungen. Sie beginnen mit einer Stadtbesichtigung und enden mit einem Gang durch das Museum. Die Führungen werden auch für Schulklassen angeboten. Am Sonntag, 15. Juni, stehen um 11.30 und um 15.30 Uhr Stadtführungen auf dem Programm.

Im Rahmen der Ausstellung werden verschiedene Aktionen für Kinder angeboten. »Die Mädchen und Jungen können selber Postkarten herstellen. Und zwar vom Rohstoff an. Zunächst wird Papier geschöpft, dann können die Karten individuell gestaltet werden«, erklärt Strauß.

Der Förderverein Doberg-Museum hat auf Anregung der VHS-Geschichtswerkstatt einen Satz aus acht wiederaufgelegten historischen Karten entwickelt, die unter anderem im Museum erhältlich sind. Sie zeigen die Zigarrenstadt im Spiegel des 20. Jahrhunderts.

(Westfalen-Blatt Bünder Zeitung, Samstag 14. Juni 2008)